Was beim Umwandeln passiert
Ein PDF beschreibt Text als Text: Buchstaben, Schrift, Position. Ein JPG kennt nur Bildpunkte. Beim Umwandeln wird die Seite also abfotografiert, und alles, was danach nach Schrift aussieht, ist in Wahrheit ein Muster aus Punkten. Durchsuchen oder markieren lässt sich darin nichts mehr.
Das ist kein Fehler, sondern oft genau der Zweck. Ein Bild lässt sich in eine Präsentation ziehen, in einer Nachricht verschicken oder auf einer Webseite einbinden, ohne dass der Empfänger ein PDF öffnen muss.
Die Auflösung entscheidet
Bei PDF in JPG umwandeln ist die Auflösung die wichtigste Einstellung.
72 bis 96 dpi genügen für die Vorschau und für Bilder, die klein dargestellt werden.
150 dpi sind der brauchbare Mittelweg. Am Bildschirm bleibt Fließtext gut lesbar.
300 dpi brauchst du, wenn das Bild gedruckt wird oder jemand hineinzoomen soll. Die Dateien werden entsprechend groß.
Franst Schrift aus, war die Auflösung zu niedrig. Das lässt sich nachträglich nicht reparieren, denn die fehlenden Bildpunkte sind nicht wiederherstellbar.
JPG oder PNG
JPG komprimiert, indem es Bildinformation wegwirft. Bei Fotos fällt das nicht auf, bei scharfen Kanten schon: Um schwarze Buchstaben auf weißem Grund entstehen leichte Schatten. Für Seiten, die hauptsächlich aus Text, Tabellen oder Zeichnungen bestehen, ist PDF in PNG deshalb die bessere Wahl. PNG arbeitet verlustfrei, die Datei wird größer, die Kanten bleiben sauber.
Der Rückweg
Aus Bildern wieder ein PDF machen geht mit JPG in PDF. Der Text bleibt dabei allerdings ein Bild. Wer ihn zurück haben will, braucht Texterkennung.
Wie viele Bildpunkte du wirklich brauchst
Eine DIN-A4-Seite ist 8,27 mal 11,69 Zoll groß. Bei 150 dpi ergibt das ein Bild von etwa 1240 mal 1754 Punkten, was auf jedem Monitor mehr als ausreicht. Bei 300 dpi sind es 2480 mal 3508 Punkte, also die vierfache Datenmenge für einen Unterschied, den man am Bildschirm nicht sieht.
Die Faustregel: Alles, was am Monitor bleibt, kommt mit 150 dpi aus. Nur was gedruckt oder stark vergrößert wird, braucht 300.
Wofür der Umweg über das Bild sinnvoll ist
Präsentationen. Eine PDF-Seite als Bild lässt sich in eine Folie ziehen und frei anordnen. Das ist bequemer, als das PDF danebenzulegen und im Vortrag zu wechseln.
Nachrichten und soziale Netzwerke. Viele Dienste zeigen Bilder direkt an und PDF nur als Anhang, den niemand öffnet.
Vorschaubilder auf einer Webseite. Ein Bild der ersten Seite als Vorschau zu einem Download ist üblich und hilfreich.
Dokumente, die niemand bearbeiten soll. Aus einem Bild lässt sich kein Text herauskopieren. Das ist allerdings nur ein schwacher Schutz, denn Texterkennung holt ihn wieder heraus. Für echten Schutz gibt es PDF schützen.
Häufige Fragen
Wird aus jeder Seite ein eigenes Bild? Ja, ein zwanzigseitiges PDF ergibt zwanzig Dateien. Wer nur eine bestimmte Seite braucht, holt sie vorher mit Seiten extrahieren heraus.
Warum sieht das Ergebnis blasser aus als das Original? Das liegt meist am Farbprofil. PDF für den Druck arbeiten oft im CMYK-Farbraum, Bilder am Bildschirm in RGB. Kräftige Farben wirken nach der Umwandlung dann etwas anders.
Kann ich ein mehrseitiges PDF in ein einziges langes Bild umwandeln? Direkt nicht. Der übliche Weg ist, die Einzelbilder zu erzeugen und sie anschließend in einem Bildprogramm untereinanderzusetzen.
Was passiert mit transparenten Bereichen? JPG kennt keine Transparenz und füllt sie weiß. Wer Transparenz braucht, nimmt PNG.