Warum schwache Passwörter so gefährlich sind
Die meisten erfolgreichen Angriffe auf Online-Konten beginnen nicht mit ausgeklügelter Technik, sondern mit erratenen oder wiederverwendeten Passwörtern. Wer dasselbe Kennwort für mehrere Dienste nutzt, gibt mit einem einzigen Datenleck gleich mehrere Türen preis. Und wer auf einfache Muster setzt, den Namen des Haustiers, ein Geburtsdatum, „Passwort123", macht es automatisierten Rateprogrammen unnötig leicht.
Ein gutes Passwort zu erzeugen ist heute keine Fleißaufgabe mehr. Es lohnt sich aber zu verstehen, was ein Kennwort wirklich stark macht.
Länge schlägt Komplexität
Hartnäckig hält sich der Glaube, ein sicheres Passwort müsse vor allem viele Sonderzeichen enthalten. Tatsächlich ist die Länge der weitaus wichtigere Faktor. Jedes zusätzliche Zeichen vervielfacht die Zahl der möglichen Kombinationen und damit den Aufwand, das Passwort durch Ausprobieren zu knacken. Ein langes Passwort aus mehreren zufälligen Wörtern ist oft sicherer, und besser zu merken, als eine kurze, kryptische Zeichenfolge.
Drei Grundregeln genügen:
- Mindestens zwölf, besser sechzehn Zeichen.
- Für jeden Dienst ein eigenes, einzigartiges Passwort.
- Keine persönlichen Bezüge, die sich erraten oder recherchieren lassen.
Zufall ist besser als Fantasie
Menschen sind schlechte Zufallsgeneratoren. Selbst wenn wir glauben, uns etwas Beliebiges auszudenken, greifen wir auf Muster zurück. Deshalb erzeugt man starke Passwörter am besten maschinell. Der Passwort-Generator erstellt auf Wunsch wirklich zufällige Kennwörter in der gewünschten Länge, direkt im Browser, ohne dass das Passwort übertragen oder gespeichert wird. So entsteht ein Kennwort, das keinem erkennbaren Muster folgt.
Passwörter sicher verwahren
Ein einzigartiges Passwort pro Dienst lässt sich unmöglich für alles im Kopf behalten, und das muss man auch nicht. Ein Passwort-Manager verwahrt die Zugangsdaten verschlüsselt; man muss sich nur noch ein einziges starkes Hauptpasswort merken. Notizzettel am Monitor oder unverschlüsselte Textdateien sind dagegen genau die Schwachstelle, die Angreifer suchen.
Vertrauliche PDFs mit Passwort schützen
Das Prinzip starker Kennwörter gilt nicht nur für Konten, sondern auch für Dokumente. Enthält ein PDF sensible Inhalte, eine Gehaltsabrechnung, einen Vertrag, medizinische Unterlagen, sollte es nicht ungeschützt per E-Mail verschickt werden. Mit PDF mit Passwort schützen lässt sich ein Dokument verschlüsseln, sodass es sich nur mit dem richtigen Kennwort öffnen lässt. Wichtig dabei: Übermitteln Sie das Passwort niemals im selben Kanal wie die Datei, also nicht im selben E-Mail-Verlauf, sondern getrennt, etwa per Telefon oder Messenger. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet unser Beitrag PDF mit Passwort schützen.
Wurde ein bestehender Passwortschutz nicht mehr benötigt und ist das Kennwort bekannt, lässt er sich umgekehrt mit PDF entsperren wieder entfernen. Wie das genau funktioniert, zeigt Passwortschutz aus einem PDF entfernen.
Fazit
Sichere Passwörter sind lang, einzigartig und zufällig, mehr braucht es nicht. Der Passwort-Generator nimmt einem das Erfinden ab, ein Passwort-Manager das Merken. Und wer vertrauliche Dokumente verschickt, schützt sie mit PDF mit Passwort schützen zusätzlich auf Dateiebene, kostenlos und direkt im Browser.