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PDF-Rechnungen erstellen: Pflichtangaben und praktische Tipps

Welche Pflichtangaben muss eine Rechnung enthalten? Wir erklären die gesetzlichen Anforderungen und zeigen, wie man professionelle PDF-Rechnungen erstellt.

Pflichtangaben auf Rechnungen nach deutschem Steuerrecht

Wer eine Rechnung ausstellt, muss sich an die Vorgaben des Umsatzsteuergesetzes (UStG) halten. Fehlt eine Pflichtangabe, ist die Rechnung formal unvollständig, der Empfänger kann damit keinen Vorsteuerabzug geltend machen. Für Selbstständige und Unternehmen ist das Rechnungswesen daher kein Thema, das man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Folgende Angaben sind nach § 14 UStG auf jeder Rechnung Pflicht:

  • Vollständiger Name und Anschrift des Rechnungsausstellers
  • Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Ausstellers
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Eindeutige, fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und Art der gelieferten Waren oder Leistungen
  • Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung (oder Zeitraum)
  • Nettobetrag, Steuersatz, Steuerbetrag, Gesamtbetrag

Zusätzliche Angaben bei Kleinunternehmern

Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind von der Umsatzsteuerpflicht befreit. Auf ihren Rechnungen muss folgender Hinweis stehen: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet." Steuernummer oder USt-ID müssen dennoch angegeben werden.

Rechnungen unter 250 Euro (Kleinbetragsrechnungen)

Für Rechnungen bis 250 Euro brutto gelten vereinfachte Anforderungen. Es müssen nur folgende Angaben enthalten sein: Name und Anschrift des Ausstellers, Ausstellungsdatum, Leistungsbeschreibung, Entgelt und Steuerbetrag bzw. Steuersatz. Die USt-ID ist bei Kleinbetragsrechnungen nicht erforderlich.

Das richtige Format für Rechnungen

PDF hat sich als Standard für digitale Rechnungen durchgesetzt. Es ist unveränderlich, auf jedem Gerät gleich dargestellt und kann problemlos per E-Mail verschickt oder in einem Buchhaltungssystem archiviert werden. Wer Rechnungen in Word oder Excel erstellt und als PDF exportiert, sollte sicherstellen, dass alle Schriften eingebettet sind und das Layout identisch bleibt.

Mit dem Word zu PDF-Konverter lässt sich eine Word-Vorlage zuverlässig in ein druckfertiges PDF umwandeln.

Rechnungsnummern: Fortlaufend und lückenlos

Das Finanzamt verlangt fortlaufende, eindeutige Rechnungsnummern. Lücken in der Nummerierung können bei einer Betriebsprüfung zu Nachfragen führen. Üblich ist ein Schema wie JJJJ-NNN (z. B. 2024-001, 2024-002) oder ein kombiniertes System mit Kundenkürzel.

Elektronische Rechnungen ab 2025: Pflicht für B2B

Ab 2025 gilt in Deutschland für Rechnungen zwischen Unternehmen (B2B) die Pflicht zur elektronischen Rechnung. Das bedeutet: strukturierte Datenformate wie XRechnung oder ZUGFeRD. Ein normales PDF gilt dann nicht mehr als „elektronische Rechnung" im Sinne des Gesetzes, aber PDFs, die ein eingebettetes ZUGFeRD-XML enthalten, erfüllen die Anforderung.

Für die meisten Kleinunternehmer und Freiberufler gilt ein Übergangszeitraum. Es lohnt sich dennoch, die eigene Buchhaltungssoftware auf Kompatibilität zu prüfen.

Praktische Tipps für den Rechnungs-Workflow

  • Eine Vorlage erstellen und wiederverwenden, spart Zeit und verhindert vergessene Pflichtangaben
  • Rechnungen vor dem Versand auf Vollständigkeit prüfen, eine Checkliste hilft
  • Kopie der versendeten Rechnung archivieren, Aufbewahrungspflicht beträgt 10 Jahre
  • Zahlungsziel klar angeben, „zahlbar innerhalb von 14 Tagen" vermeidet Missverständnisse

Wenn mehrere Rechnungen in einem Dokument gebündelt werden sollen, etwa für eine Monatsabrechnung, können einzelne PDFs mit PDF zusammenfügen in ein Dokument zusammengeführt werden.

Rechnungen signieren

Obwohl eine Unterschrift auf Rechnungen in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, wünschen manche Empfänger eine signierte Version. Mit PDF signieren lässt sich eine digitale Unterschrift direkt ins Dokument einfügen, ohne es ausdrucken und einscannen zu müssen.

Fazit

Korrekte Rechnungen zu erstellen ist kein Hexenwerk, wenn man die Pflichtangaben kennt und eine strukturierte Vorlage verwendet. PDF ist das ideale Format für den Rechnungsversand: sicher, unveränderlich und kompatibel mit jedem System. Wer früh auf ein konsistentes Rechnungssystem setzt, spart später viel Zeit und ärger bei der Buchführung.

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